Gutes Tun mit mfg-Geschenkboxen

Unsere Geschenkboxen werden von flinken Händen in der Werkstatt obvita liebevoll verpackt und ausgeliefert. Warum das eine Win-win-Situation ist, erzählt Verkaufsleiter Rafael Frick im Interview.

obvita ist ein soziales Unternehmen in St. Gallen. Sie setzen sich für Gleichwertigkeit und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein. Das Angebot umfasst die Bereiche Ausbildung, Schule, Beratung, Wohnen und Arbeit. Bei letzterem kommen wir ins Spiel: Grosse Aufträge lassen wir von den Mitarbeitenden der obvita Werkstatt befüllen, verpacken und versenden. Wer also bei mfg Geschenkboxen kauft, unterstützt gleichzeitig eine soziale Institution.

1. Einfach erklärt: Was macht obvita genau für mfg? Wie sieht so ein Auftrag aus und was sind die einzelnen Steps?

Zuerst erhalten wir eine Anfrage von mfg und erstellen eine Offerte. Dann stellt mfg alles bereit, wir holen das Material ab und fügen es zusammen. Das heisst, wir bauen die Schachtel auf, befüllen sie mit Holzspänen und den Geschenken. Je nach Auftrag liefern wir die Boxen direkt zum Kunden, zum Beispiel an einen Event, oder wir versenden die Boxen einzeln adressiert per Post. Schlussendlich rechnen wir ab und schicken das Restmaterial an die mfg zurück.

2. Was gefällt dir an den mfg-Aufträgen?

Dass die Aufträge so variabel sind. Spannend sind auch Aufträge mit direkten Empfängern oder solche, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgeliefert werden müssen. Die Abwechslung ist riesig, die Arbeit niemals eintönig. Und dann ist da das megacoole Team der mfg, die Zusammenarbeit läuft sehr unkompliziert und ohne grosse Bürokratie. Wir haben die mfg-Truppe ins Herz geschlossen und umgekehrt.

3. Wie viele Personen arbeiten an einem mfg-Auftrag? Sind das immer die gleichen Personen oder gibt es Rotationen?

Unterschiedlich. Im Schnitt arbeiten zwischen acht und zehn Leute an einem Auftrag. Bei Grossauflagen sind es mehr. Im Prinzip läuft es wie an einem Laufband: Jemand stellt die Schachtel auf, eine andere befüllt sie mit Holzspänen, die Dritte legt die Schokolade rein usw. Damit keine Langeweile aufkommt, werden die Posten jeden Tag getauscht, sodass alle alles machen können, natürlich immer unter Anleitung vom Gruppenleiter.

4. Was ist für dich persönlich das Schönste an deinem Job?

Es ist brutal abwechslungsreich, kein Tag ist wie der andere. Das ist schön, braucht aber auch eine gewisse Flexibilität, da ich als Verkaufsleiter oft unterwegs bei Kunden bin. Spannend ist es auch zu sehen, wie sich Start-ups entwickeln, wie das Auftragsvolumen von wenigen Päckli pro Monat auf mehrere Hundert wächst.

5. Bei mfg dreht sich alles um Wertschätzung. Wie hält ihr bei obvita die Motivation der Mitarbeitenden hoch?

Wir haben sehr motivierte Mitarbeitende. Die meisten sind bereits frühmorgens gut gelaunt und reissen ihre Witzchen. Und einige müssen wir am Abend sogar fast hinausbegleiten, weil sie nicht gehen wollen. Unsere Mitarbeitenden in der Werkstatt beziehen eine IV-Rente, viele davon haben eine psychische Beeinträchtigung. Sie zu fördern, damit sie eigenständig leben, wohnen und arbeiten können, ist unsere Mission. Wir machen keine Beschäftigungstherapie, sondern bieten vielseitige Aufgaben von realen Kunden, bezahlen gute Löhne, Weiterbildungen und Schulungen. Wir begegnen einander mit Herzblut und auf Augenhöhe, geben regelmässig Feedback und belohnen gute Leistung mit einer Anerkennung. Zur Motivation trägt sicher auch die lockere Stimmung, unsere Du-Kultur und die flachen Hierarchien bei. Seit zwei Jahren arbeiten wir zudem auf eine agile Organisation hin.